Samstag, 3. Januar 2015

Best of 2014, Teil 2 (Filme)

Ich habe just eben mal gedanklich das vergangene (Film-)jahr Revue passieren lassen - und eine, jedenfalls für mich, interessante Feststellung gemacht: 2014 war ich einmal im Kino. Einmal!!! Wer mich kennt, wer meine Liebe für bewegte Bilder, mitreißende Geschichten und die auf mich durchaus nach wie vor vorhandene Magie eines vollen Kinosaals kennt und möglicherweise auch teilt, der darf entweder besorgt sein und/oder nickt zustimmend. Denn: es macht nur noch sehr bedingt Spaß, in ein Kino respektive ein Multiplex-Kino zu gehen. Der Grund? Fuckin' 3D. Im Grunde ist James Cameron Schuld dran. Weil der Mann alle 15 Jahre mal 'nen abendfüllenden Spielfilm inszeniert und ob der etwas längeren Zeitspanne solche Kleinigkeiten wie Inflation aus dem Auge verloren hat, kostete sein Avatar halt grob 250 Millionen Dollar. 'n Haufen Zaster, klar. Und die Knete musste erst mal wieder reingespielt werden. Bis Cameron womöglich folgende Idee hatte: "Wisst ihr was? Jetzt verkaufen, ach was, jetzt zwingen wir den dummen Kinogängern eine mutmaßliche 'Revolution' aus den 1950ern auf: 3D! Ja! Wir ersetzen die labbrigen Pappbrillen von einst durch ein schickes Design, dunkle Farben und Plastik und knallen denen außerdem noch so 'ne Technik vor'n Latz, die eh nur die Nerds leidlich kapieren werden. Also, wenn das keinen Aufschlag von 40 ... ach was, 50 Prozent auf die Ticketpreise rechtfertigt, dann weiß ich auch nicht mehr! Und da jeder mitreden will, weil Avatar ja mein Film ist, mein wegweisender Film und überhaupt, werden die auch ohne zu Murren ihre Geldbörsen öffnen und die Scheine auf die Kassentheke knallen, hahaha!"
Okay, mit dem Blofeld-Lachen hab ich vielleicht ein bisschen übertrieben, aber mit dem Rest ...? Okay, ich hab damals auch besagte Scheine auf besagte Kassentheke geknallt. A) Weil ich von Familienmitgliedern gefragt wurde, ob ich gerne mitkommen würde (sagt ihr so was allen Ernstes ab?) und B) weil ich irrsinnigerweise der Überzeugung gewesen war, dass dieser 3D-Hype eine einmalige Sache bleiben würde.
Bis Avatar weltweit satte 2,78 Milliarden US-Dollar einspielte ... und die angeschlagenen Filmstudios endlich ihre eierlegende Wollmilchsau gefunden hatten. Weil 3D ja auch jeden Film so viel besser macht.
Zum Beispiel Jackass 3D.
Drive Angry 3D
G.I. Joe - Die Abrechung.
Zum fuckin' Hobbit kommen wir gleich.
Aber vielleicht sehr ihr ja, worauf ich hinausmöchte. 3D - und damit auch die zum Teil unverschämten Preiserhöhungen an den Kinokassen - sind bis auf ganz wenige Ausnahmen nichts anderes als (cleveres) Risikomanagement; dreiste Gewinnsteigerung bzw. Verlustminimierung, die dem Kinogänger als Revolution unter die Nase gehalten wird, als Cinema 2.0. Und wer nicht (mehr) zahlt, der bleibt halt draußen. Feddich. 
Ich bin in diesem Jahr sehr oft draußen geblieben. Andere übrigens auch. Selbst bei den bislang stets überzeugenden Filmen der Marvel Studios bin ich - bis auf eine Ausnahme, siehe weiter unten - dem Kino fern geblieben. Weil ich einfach keinen Bock habe, 13, 15 oder noch Euros für einen (!) Film zu bezahlen. Mitunter warte ich sogar läppische drei Monate länger und bekomme eine Blu Ray mit sagenhaftem Bild sogar noch billiger. Viele Leute halten es mittlerweile so. Verdammt viele Filmfreunde, die noch cinephiler sind als ich, überlegen es sich mindestens dreimal, wofür sie ihr hart verdientes Geld ausgeben. Ging man früher 2x pro Woche ins Lichtspielhaus, ist es inzwischen 1x im Monat. Auch, aber nicht nur wegen dem 3D und den damit verbundenen Preisen. Denn, mit diesem 3D kann man ja auch wunderbar kaschieren, wie unglaublich beschissen die Prämisse des Werks eigentlich ist. Hat jemand I, Frankenstein gesehen? Oder die letzten, ich glaube 4 Filme von einem der womöglich talentlosesten Regisseure der Menschheitsgeschichte, Paul W. S. Anderson, der tatsächlich erfolgreich die Uni absolviert und tatsächlich so eine gequirlte Kacke wie seine Möchtegern-Steampunk-Version der Drei Musketiere unter's Volk gebracht hat?
Allerspätestens ab dann hätte diese 3D-Sache erste Risse zeigen müssen. Selbst für die raffgierigen Studiobosse ersichtlich. 
Das tat sie auch.
Doch kann kam Peter Jackson.
Und der kann ja auf ein Publikum bauen, das überwiegend aus komplett subjektiven, cineastisch teils vollkommen eingeschränkten Fanboys und -girls besteht, das mit der rosaroten 3D-Fanbrille inzwischen verwachsen ist. Somit haben diese Nerds (und hier ist der Begriff keinesfalls nur tendenziell abwertend gemeint) auch erfolgreich verdrängt, wie lahmärschig, einfallslos und unnötig Jacksons Filme seit der kongenialen Herr der Ringe-Trilogie gewesen waren (mit Ausnahme von In meinem Himmel vielleicht, wenngleich man bei der Zweitsichtung schon den Schmalz vom Schirm putzen muss).
Mache ich mich unbeliebt? Sorry, ist nunmal nicht zu ändern.
Und Jackson muss auch erkannt haben, dass ihm die kreativen Felle aber so was von davon schwimmen. Und weil er keinen Bock hatte, in absehbarer Zukunft wieder kleine Filme mit zweistelligen Millionenbudgets (NEIN!), praktischen bis gar keinen Effekten (GRUNDGÜTIGER!) und mit eigenen kreativen Ideen (SO WIE DAMALS? NEEEEIIIN!) drehen zu müssen - von 'wollen' wie bei Steven Spielberg kann gar keine Rede sein - legte er, um bei den Studiobossen richtig schön Pluspunkt zu sammeln, die Wollmilchsau 2.0 vor: 3D und diese komische Bildwiderholungsrate, die den Film wie das Urlaubsvideo von Tante Erna aussehen lässt. Die nächste Revolution! Und wenn man dafür nicht mal eben 90, ach was, 100 Prozent auf den eigentlichen Ticketpreis draufschlagen kann ... die Cosplayer und Blümchenbrillenträger fragen doch nicht nach dem Preis! Oder nach einer mitreißenden Story! Sobald die die ersten Orks und Legolas' Botoxfresse auf der Leinwand sehen, machen die sich eh in ihre Cordhosen und gut ist!
Betrüblicherweise war dem genau so. Das Teil 1 zum Einschlafen war, Teil 2 bisweilen zum Fremdschämen und Herr Jackson ob seines CGI- und Technikfetisches eigentlich zwei groß angelegte Computerspiele inszeniert hatte, störte die Allerwenigsten. Oder das man bis zu 20 Euro für eine Kinokarte bezahlen musste. Und somit - waren die Zahlen, unter Zuhilfenahme von freundlich geforderten Zwangsabgaben - herrlich schwarz und herrlich fett.
Für die einen ist es Kapitalismus, für die anderen Ausbeutung.
Herrlich, oder? 
Für mich war es auf jeden Fall besorgniserregend. Denn wenn das Volk ohne zu murren 20 Euro zückt, dann ist es nicht mehr weit, bis man für solche tollen Machwerke wie Ghost Rider: Spirit of Vengeance oder Transformers: Ära des Untergangs 30, 40 oder noch mehr Euro berappen muss.
Oder übertreibe ich einfach nur?
Das kann ich nämlich gut.
Doch gottlob haben nun auch die ersten Fanboys/-girls die erwähnten Risse erkannt, wie auch Jacksons einfallslose Selbstzitierung. 
Das macht Hoffnung. 
In diesem Zusammenhang habe ich außerdem ein interessantes Zitat gefunden:

"Ich mag die gegenwärtige Hollywood-Blockbuster-Mitläuferei nicht. Die Industrie und das Aufkommen all der Technologie ist irgendwie vom Weg abgekommen. Sie wird sehr durch Franchises gesteuert und Superhelden. Ich habe noch nie ein Superheldencomic gelesen, also bin ich von vornherein im Nachteil und habe kein Interesse daran."

Wisst ihr, von wem's stammt?
Genau. Peter Jackson.
Ich lasse das jetzt mal unkommentiert. Besonders den 'Technologie'-Teil. *Räusper*
Bleiben wir bei der Hoffnung.
Star Wars Episode VII wird weder digital noch in 3D gefilmt werden. Der neue Bond auch nicht.
Allmählich scheint man es zu begreifen, das SPEKTAKEL nicht alles ist. Eine überzeugende Story und Seele schon.
Hoffnung.
Kehren wir zu meinen 10 Lieblingsfilmen des abgelaufenen Jahres zurück.

10. Fack ju Goethe (Regie: Bora Dagtekin)
Nein, damit habe nicht mal ich gerechnet. Mit einer guten, überzeugenden Komödie - und noch dazu aus deutschen Landen. Ohne Til Schweiger! Ohne diese politisch korrekte, komplett harmlose Postkartenhaptik! Dafür mit ausnahmslos prächtig aufgelegten Hauptdarstellern (warum dreht Karoline Herfurth so wenig Komödien? Warum sieht man Alwara Höfels noch so relativ selten? Oder Jella Haase, die schon in Kriegerin so überzeugend agierte?), einer hervorragenden Regie, einem coolen Soundtrack. Okay, der Plot selbst mag simpel gestrickt sein. Aber das haben Komödien ja an sich. Es kommt halt drauf an, was man draus macht. Und hier wurde das Maximum rausgeholt. Chapeau! Ich kann nur hoffen, dass Teil 2 keine Bruchlandung wird.


9. Sein letztes Rennen (Regie: Kilian Riedhof)
Noch ein deutscher Film, wer hätte das gedacht. Und ein Drama, hört, hört. Doch wie seinerzeit der exzellente Kriegerin nimmt sich Riedhofs anrührender Film einer Thematik an, die uns alle früher oder später betrifft und vor der wir uns nicht verstecken können. Außerdem: Glanzvorstellung von Dieter Hallervorden!


8. Godzilla (Regie: Gareth Edwards)
Komisch. Die Leute lieben den Weißen Hai, weil das Ungetüm die meiste Zeit über nicht zu sehen ist. Im Gegenzug verteufelt man Gareth Edwards, weil er nach derselben Vorgehensweise seine Riesenechse inszenierte (im Grunde orientiert sich der komplette Godzilla-Film mehr oder minder an der Spielberg-Formel, was ich jedoch nicht als negativ betrachte). Das der erste Big Budget-Film des Briten smart und zugleich perfekte Blockbusterunterhaltung zusammenführt, scheint besagten Kritikern vollkommen entgangen zu sein. Seid ihr denn schon so sehr emmerichisiert?


7. Edge of Tomorrow (Regie: Doug Liman)
Ich bin jetzt zu müde, um über Tom Cruise zu diskutieren. Kann ja auch nix für, dass der Mann im Privatleben ordentlich einen am rennen hat, synchron dazu aber in unheimlicher Regelmäßigkeit richtig geilen Scheiß fabriziert. Beispielsweise Edge of Tomorrow. Hier trifft Military-SF (mir fiel ständig Michael McCollums Antares-Trilogie beim Betrachten ein) auf Und täglich grüßt das Murmeltier. Grandios gefilmt, spektakulär, keine Sekunde langweilig. Und ja, Emily Blunt überzeugt auch im Actionmetier. Die muss demnächst eine Superheldin spielen. Ms. Marvel ist doch noch immer vakant, oder?


6. Planet der Affen: Revolution (Regie: Matt Reeves)
Als bekennender Fan der Original-Quadrologie stand und stehe ich dem Quasi-Reboot auch weiterhin skeptisch gegenüber. Kann die neue Generation den Ton der alten Filme einfangen; die Botschaft(en) dahinter? Oder verkommt das Ganze zu einem luftig-leichten Effekte-Schaulauf?
Weit gefehlt. Bereits der Vorgänger, Planet der Affen: Prevolution, war eine Überraschung, welche Matt Reeves nun mit Revolution erneut hat steigern können. Von den - diesmal wirklich - wegweisenden Performance Capture-Verfahren ganz zu schweigen, die zweifellos eine Revolution innerhalb der Revolution darstellen. Vielleicht nicht ganz so düster und nihilistisch wie etwa seinerzeit Eroberung vom Planet der Affen, dafür aber mit Tiefgang und trotz aller Action nachdenklich stimmend. Da hat jemand begriffen, wie's gemacht wird. Für mich ein mittelgroßer Instant-Klassiker. 


5. American Mary (Regie: Jen und Sylvia Soska)
Rabenschwarzer Humor, eine meisterhafte Inszenierung, (angedeutete) gesunde Gewalt, eine Katherine Isabelle in der Rolle ihres Lebens ... der Niedergang einer klammen Medizinstudentin ist gleichermaßen auch ein überzeugendes Bekenntnis gegenüber allen vermeintlichen Außenseitern und Andersdenkenden. Aber die wahren Freaks lauern woanders! Ein kleines Meisterwerk, das sich gekonnt jeder Klassifizierung entzieht, gleichzeitig aber mit den Konventionen spielt. Würde gerne wissen, was Tarantino dazu sagt!


4. The Return of the First Avenger (Regie: Anthony und Joe Russo)
Stellt euch vor, ihr spielt Schach; tragt eine verbissene Partie mit eurem Gegenüber aus ... bis dieser scheinbar einfach so alle Figuren vom Spielfeld fegt und somit einen völlig neuen Status Quo kreiert. Eben dies passiert in The Return ... und tut dem Film, dem kompletten Marvel Cinematic Universe so verdammt gut, weil eben so verdammt mutig. Ein Drittel Politthriller, ein Drittel Actionfilm, ein Drittel Comicadaption - ergibt maximale Unterhaltung. Can't wait for Civil War! Statt eines Trailers poste ich nachfolgend die, aus meiner Sicht, womöglich beste inszenierte Action-Sequenz des vergangenen Jahres. Da stimmt so ziemlich alles.


3. Her (Regie: Spike Jonze)
Wohin wird sich, in unserer immer unpersönlicher und digitalisierter werdenden Welt, die Liebe entwickeln? Wann wird es die ersten Beziehungen eines Menschen mit einer künstlichen Intelligenz
geben? Konsequent, weitsichtig und ungemein clever beschäftigt sich Jonze mit dieser berechtigten Frage. Sein Her ist nicht mehr und minder ein melancholisch-traurig-nachdenkliches Meisterwerk, das vollkommen zu Recht mit dem Drehbuch-Oscar belohnt wurde.


2. Gravity (Regie: Alfonso Cuarón)
Superbes Weltraum-Drama, bei dem ich praktisch von Minute 1 auf zwei glühenden Arschbacken gehockt war. Revolutionär, mitreißend, spannend, visionär ... und - den hätte ich gerne in 3D gesehen. 7 Oscars waren dafür eigentlich (fast noch) zu wenig.



1. Guardians of the Galaxy (Regie: James Gunn)  und The Wolf of Wall Street (Regie: Martin Scorsese)
Und wieder haben wir 2 Filme, die sich das Siegerpodest teilen dürfen - verdientermaßen. Guardians ... war übrigens besagter Film, den ich im Kino gesehen habe; sehen musste (aber aus freien Stücken). Wenngleich unter den entsprechenden Voraussetzungen: kleines Kino, an einem Wochentag-Nachmittag, ohne 3D ... ein bisschen um alter Zeiten Willen. Denn schon der Trailer weckte selige und wunderbare Erinnerungen an die Matineen von einst; damals im längst abgerissenen Kino meiner Jugend. Ich wurde auch nicht enttäuscht. Dafür: Aufrichtigsten Dank, Mister Gunn. Ich wusste, dass sie es können. Ein großer Spaß, zu keiner Sekunde langweilig, mit dem richtigen Humor, der richtigen Prise Nostalgie (die 80er!), tollen Eyecatchern, grandioser Action - sowie viel Herz und Seele. Was leider die allerwenigsten Filme heutzutage von sich behaupten können. Bei Guardians ... hatte ich dafür 2x Pipi in den Augen - und stehe auch dazu. Nochmals: meinen tief empfundesten Dank dafür.
Tja, und was, bitteschön, soll ich zum Wolf of Wall Street sagen? Ein Film, der längst überfällig war; der uns die totale Arroganz und Gier dieser Bestien vor Augen hält, die sich Broker nennen und für ihre Geilheit auf Macht, Geld und Erfolg auch über Leichen gehen. Gesetze, Moral? Aber nicht doch. Obgleich ambivalent gehalten, macht Scorsese dennoch keinen Hehl, was er von dieser Bagage hält - und wie leicht der kleine Mann von der Straße manipuliert werden kann. Darüber hinaus ist es eine Galavorstellung von Leonardo DiCaprio und Jonah Hill; ein solch durchgeknalltes und hemmungloses Duo gab's seit Fear and Loathing in Las Vegas nicht. 3 Stunden, die wie im Flug vergehen. GoodFellas an der Börse sozusagen.



In Kürze sind dann schlussendlich die Bücher an der Reihe. Bis denne!


Kommentare:

  1. Ich war 2014 überhaupt nicht im Kino - Schande über mich ...

    Trotzdem hab ich einige Filme auf deiner Liste gesehen und stimme mit deinen Platzierungen weitgehend überein. Gravity und Wolf of Wall Street hab ich sogar zweimal gesehen, der Scorcese-Streifen ist schon ziemlich abgefahren. Alleinige Nummer 1 sind bei mir aber die schlichtweg genialen Guardians:
    https://chweis.wordpress.com/2015/01/11/guardians-of-the-galaxy/

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  2. Nein, Christian. Dafür musst du dich nicht schämen. Die Kinos haben teilweise auch selbst Schuld. Nicht nur mit ihrer Preisgestaltung, sondern auch, weil sie teilweise den Fortschritt mit VOD und Blu Ray-/DVD-VÖ's verpennt haben. Bestes Beispiel GRAVITY. Der lief im Dezember 2013 noch bei uns im Kino und Anfang Februar 2014 bekam ich die Blu Ray für 9,99.- via Amazon - und damit billiger als das Kinoticket. Muss ich noch mehr sagen? Bereits zu AVATAR-Zeiten hatte ich mich damit schon auseinander gesetzt: http://fantasyguide.de/10187/
    Und glaube mir, es tut mir, als leidenschaftlichem Kinogänger, in der Seele weh, so was schreiben zu müssen.
    Die GUARDIANS waren die große, wunderbare Ausnahme. Das 3D war nicht nachkonvertiert, sondern eine schlichtweg stimmige Ergänzung zu DIESEN Weltall-Aufnahmen. Ich las unlängst in der britischen Zeitschrift SFX einen Kommentar, der perfekt das Gefühl wiedergibt, das ich damals im Kinosessel hatte: "It made me feel like a 12-year old again." Wobei der Film, wie oben ja erwähnt, auch sehr viel Herz und Seele besaß; sehr menschelte. Was leider immer seltener wird bei den heutigen Blockbustern. Um dich zum Schluss zu zitieren: "Die können’s einfach." So sieht's aus. Danke, Marvel. Und ich kann AGE OF ULTRON kaum abwarten!
    Zum WOLF: Ich habe seit Platzen der Spekulationsblase 2008 sehnsüchtigst auf einen Streifen dieser Dimension gewartet; auf einen Film, der sich jener Geißeln der Menschheit annimmt, die unter den Begriffen "Broker", "Bankster" oder auch "Börsenmakler" fungieren. Eine kaltzschnäuzige, dekadente Brut, die nur an ihr eigenes Wohl denken und für den nächsten Sportwagen ohne mit der Wimper zu zucken die Zivilisation in den Untergang stürzen würden ... In diesem Zusammenhang empfehle ich dir ferner Jordan Belforts gleichnamiges Buch, welches als Vorlage zu Scorseses Film gedient hat. Der Film ist weniger übertrieben, als du denkst ...

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    1. Dass Scorsese nicht übertrieben hat, glaub ich dir sofort, Torsten. Ich setz den Belfort mal auf meine Liste. Die wird allerdings länger und länger ...

      Auf AGE OF ULTRON bin ich auch sehr gespannt.

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  3. @Christian: Zufällig heute entdeckt - Tess Gerritsen über GRAVITY: http://www.tessgerritsen.com/gravity-lawsuit-affects-every-writer-sells-hollywood/
    Lesenswert, interessant, wieder ein G'schmäckle.

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