Mittwoch, 23. Januar 2013

The Next Big Thing Blog Hop

„The Next Big Thing Blog Hop“ (TNBTBH) ist eine internationale Aktion, bei der Autoren (m/w) erzählen, an welchem Buch sie gerade arbeiten. Im Rahmen eines Interviews beantworten sie immer dieselben Fragen und veröffentlichen das Interview dann in ihrem Blog. Der jeweilige Autor stellt darüber hinaus die Person vor, die sie zur Teilnahme eingeladen hat und erwähnt die Autoren, die anschließend die Fragen beantworten werden.


Sönke Hansen war so nett, mich zu diesem Blog Hop einzuladen. Ich gestehe – sie musste mir erstmal erklären, was genau das ist. Als ich glaubte, es verstanden zu haben, konnte ich natürlich nicht nein sagen.


Das Dunkel der Welt erblickte Sönke Hansen 1980 in Schleswig Holstein. Seine Jugend verbrachte er an der Eastcoast, in dem malerischen Städtchen Eckernförde, welches in „Roadkill“ eine zentrale Rolle spielt.
Aktuell wohnt er im Rheinland – Ausgangspunkt eben jener Novelle. Heimatliteratur mal anders!
Von Beruf ist er Krankenpfleger in der Psychiatrie; was Auswirkungen auf kommende Werke haben wird.
Kommen wir zu den Interviewfragen:
Was ist der Arbeitstitel Ihres Buchs?
Mondo Bizarro. Eine Sammlung meiner bislang erschienenen Kurzgeschichten, die überwiegend überarbeitet wurden sowie diverser unveröffentlichter Erzählungen. Ein buntes Sammelsurium des Schreckens, mal eher subtil, mal voll in die Fresse. Den Titel hab ich mir bei den Ramones geliehen. Ich mag ihn einfach; er hat einen hübschen Klang.
Woher kam die Idee für das Buch?
Die Ideen, bitte. Bei Kurzgeschichten ist das sehr unterschiedlich. Ich wäre ein Lügner, würde ich behaupten, dass mich andere Autoren nicht beeinflusst hätten. Stephen King, Robert McCammon, Richard Laymon. Sehr oft sind es jedoch ganz alltägliche Ereignisse; banale Zwischenfälle, die aber trotzdem - oder gerade deswegen - das entscheidende Bindeglied für eine neue Story bilden. Das kann überall und unvermittelt passieren. Im Wald bei unmenschlicher Hitze, aufgrund der Aussage eines Arbeitskollegen ... wie gesagt, überall. Was dann folgt, ist zumeist eine Art mentales Feuerwerk, bei dem mein Kopfkino erst wieder Ruhe gibt, wenn die Bilder adäquat niedergeschrieben sind.
Unter welches Genre fällt Ihr Buch?
Horror, ohne Wenn und Aber.
Wie lautet die Ein-Satz-Zusammenfassung Ihres Buches?
Wahn und Schrecken lauern überall ...
Welche Schauspieler sollten Ihre Charaktere in einer Filmumsetzung spielen?
Bei meinem Roman - siehe  weiter unten. Da komme ich wohl zu spät. Und was die einzelnen Kurzgeschichten meiner Sammlung betrifft, so würde dies den Rahmen sprengen.
Werden Sie Ihr Buch selbst verlegen oder wird es vertreten durch einen Agenten?
Weder noch. Mondo Bizarro wird beim Verlag p.machinery erscheinen, ebenso weitere Anthologien und Romane. Einen Agenten habe ich nicht, dafür bin ich dann doch noch zu unbedeutend. Wobei es in dieser Hinsicht schon interessant ist, wie sehr die Meinungen auseinander gehen: Manche halten einen Agenten für unverzichtbar, andere wiederum nicht. Was mich betrifft, so wird es wohl die Zeit zeigen. 

Wie lange haben Sie gebraucht, um den ersten Entwurf Ihres Manuskripts zu schreiben?
Da möchte ich nun wirklich auf meinen ersten Roman zurückgreifen, der in Bälde bei p. machinery erscheinen wird. Aufgrund diverser, widriger Umstände dauerte es lange. Viel zu lange. Fast anderthalb Jahre. Immerhin, die geplante Fortsetzung wird sich wohl schneller schreiben. Noch kann und darf ich nicht viel über die Titel verraten, nur so viel: beide Romane basieren auf Drehbüchern und zu meinem ersten Roman existiert bereits ein (verdammt guter) deutscher Film. Gedreht mit äußerst überschaubaren Mitteln, wobei das Resultat überhaupt nicht danach aussieht. Eine Mischung aus Horror und Dystopie. Manch einer wird sich schon denken können, welcher Streifen damit gemeint ist. War und ist auf jeden Fall eine sehr spannende Sache. Zumal es alles andere als einfach ist, aus bewegten Bildern geschriebene Worte zu machen. Besonders das "dazwischen", also zwischen den Schnitten sowie die Gedanken und Motivationen der einzelnen Personen sind mitunter eine ziemliche Herausforderung. Ganz abgesehen davon, dass so ein spezieller Roman sowohl allen gefallen soll, die den Film nicht kennen, als auch jenen, die mit ihm vertraut sind. Demzufolge ist es keine dröge 1:1-Adaption, eine Erweiterung des ursprünglichen Materials. 
Welche anderen Bücher würden Sie mit Ihrem Genre vergleichen?
Vergleiche mag ich nicht. Auch nicht von anderen. Weder bin ich so vermessen, mich auf eine Stufe mit Genregrößen zu stellen, noch ganz klar Stellung zu beziehen, bei welchen Autoren ich mich bediene/bedient habe. So etwas macht jeder zu Beginn, sicher, aber irgendwann sollte man dann schon seine "eigene Stimme" gefunden haben. Wie die dann aussieht, ist bei jedem unterschiedlich. Was aber nicht bedeuten soll, dass mich andere Werke gar nicht beeinflussen. Besonders bei der Stimmung. Insofern schreibe ich dann mal eher gemäßigt, mal knallhart. 
Was sonst über Ihr Buch könnte das Interesse des Lesers wecken?
In den kommenden Monaten werden weitere Novellen/Kurzgeschichten aus meiner Feder veröffentlicht werden. Dabei werde ich nicht nur das Horrorgenre bedienen. So wird es zwei Fantasygeschichten geben und einer möglichen Science Fiction-Erzählung werkle ich ebenfalls. Ferner schadet es nicht, regelmäßig meine "andere" Seite, fantasyguide.de aufzusuchen, für die ich im Redaktionsteam tätig bin und regelmäßig ausführliche Besprechungen poste. 
Möchten Sie andere Autoren für das Interview nominieren?
Sischer dat! Vincent Voss und Vincent Preis - jetzt seid IHR an der Reihe; Muahahahaha!
Wenn die Interviews stehen, werde ich sie hier entsprechend verlinken.

1 Kommentar:

  1. THX Torsten. Mal sehen, ob wir von Hr. Hansen hören :-)

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