Dienstag, 31. Mai 2011

Rush in Frankfurt: Steampunk meets Rock

Eine Band, deren „Hauptattraktion“ nicht der vermeintlich attraktive Frontmann, sondern vielmehr der Schlagzeuger ist? Eine Gruppe, welche seit geschlagenen siebenunddreißig (!) Jahren in derselben Formation zusammenspielt – und das praktisch ohne hässlich Skandale, ausufernde Prozesse und dergleichen? Eine Truppe, die bei ihrem einzigen Gastspiel auf deutschem Boden mal eben so Fans aus aller Herren Länder um sich scharrt – kann es so etwas wirklich geben?
Ja, ja und nochmals ja.
Der Name dieser Band? Rush.



In einer gerechteren Welt bräuchte man an dieser Stelle nur sehr kurz auf den Status des kanadischen Trios einzugehen. Doch leider leben wir nicht in solch einer Welt; sind wir von den Bohlens und Ballermanns, den Antons aus Tirol und gefühlten anderthalb Millionen seelen- und talentloser Plastikcastingbands so sehr vergiftet worden, dass uns der Blick auf das Wesentliche getrübt wurde: die Musik selbst.
Und da spielt die „heilige Dreifaltigkeit“ (mehr zu dieser Bezeichnung später) nicht bloß in der höchsten, sondern in einer eigenen Liga. Ohne Rush gäbe es wohl auf dem amerikanischen Kontinent den Begriff „Progressive Rock“ erst gar nicht; vom Rest des Planeten – oder Bands wie Dream Theater oder Tool – ganz zu schweigen. Selbst den „klassischen“ Heavy Metal und weite Teile der Alternative-Sektion hätte es wohl so wie wir sie kennen ohne die bodenständigen drei Kanadier kaum gegeben. Ob Metallica, Rage against the Machine, die Smashing Pumpkins , Primus, Pantera, die Foo Fighters – sie alle sind auf die eine oder andere Weise von der unbestreitbaren musikalischen Genialität der Kult-Combo beeinflusst worden. Oder von einem der drei partizipierenden Musiker.



Doch nützt natürlich das beste Musikverständnis und die beeindruckendste Fingerfertigkeit herzlich wenig, wenn das Produkt ein seelenloser Mischmasch aus losen und unzusammenhängenden Fragmenten ist. Im Falle Rush besteht da jedoch nicht der geringste Anlass zur Sorge; vereinigen sich drei Ausnahmetalente und gute Freunde zu etwas ganz Besonderem. Dabei haben sich Rush jedoch niemals auf ihren Lorbeeren von Einst ausgeruht sondern stets den Blick nach vorne gewagt. So folgte der Phase episch angelegter Konzeptalben in den 70ern eine, zugegebenermaßen, nicht immer mitreißende Synthiestrecke in den 80ern, ehe man sich in den 90ern verstärkt auf die Wurzeln zurückbesann und diese mit den damals angesagten Rockklängen prachtvoll kombinierte. Selbst hier und jetzt, im 21. Jahrhundert überrascht das Power-Trio aus der Nähe von Toronto mit einer Wissbegierigkeit und Offenheit, die so manchem Jungspund die Schamesröte ins Gesicht treiben müsste. Zwei Beispiele belegen dies sehr deutlich: zum einen ihr (bislang) letztes Studioalbum, „Snakes and Arrows“ aus dem Jahre 2007, welches von einem gewissen Nick Raskulinecz klangtechnisch veredelt wurde, der eigentlich eher die härteren Acts wie Trivium, Death Angel oder die Deftones betreut und zum anderen mit dem Konzept der aktuellen Tour, die überdeutlich von der gegenwärtigen Steampunk-Bewegung beeinflusst wurde.



Häh? Eine Rockband und Steampunk? Passt so was überhaupt zusammen?
Im Falle von Rush sehr gut sogar, zumal die Herren nicht nur ihre Instrumente meisterhaft beherrschen, sondern hin und wieder auch mal einen Blick in richtige Bücher werfen. Das heißt, nüchtern betrachtet macht es im Grunde nur ein Drittel davon, ist Drummer Neil Peart die wahre Leseratte und folglich für die meisten Lyrics sowie – die Vermutung liegt nahe – für das Konzept der aktuellen Tour verantwortlich. Und was die Texte dieses Mannes betrifft, so zählen sie wohl unbestreitbar zu den vielschichtigsten und interessantesten, die man in der Rockwelt antrifft; geben sich Literaten wie Ayn Rand und Mark Twain die Klinke in die Hand, unmittelbar gefolgt von brisanten Themen wie dem Holocaust, Religion, Humanismus, dem Hinterfragen des eigenen Ruhmes; selbst für Fantasy und Science Fiction findet sich noch ein Plätzchen (Kunststück: zu Pearts Freundeskreis gehört unter anderem ein gewisser Kevin J. Anderson). Doch sind nicht nur Pearts Fähigkeiten als Schlagzeuger und Autor außergewöhnlich, der Mann selbst ist es ebenfalls. Denn, so hart es auch klingen mag: im Grunde dürfte dieser Mann nicht mehr am Leben sein. War es doch der, kaum vorstellbare, Verlust von Tochter und Frau binnen kürzester Zeit im Jahre 1997 der Peart in ein suizidgefährdetes Wrack verwandelte; einen komplett am Boden liegenden Menschen. Bis Peart eines Morgens sein Motorrad aus der Garage holte und einfach drauflos fuhr – Zielort unbekannt. Seine 88,000 km lange Odyssee, welche ihn rauf nach Alaska, weiter nach Mexiko und schließlich wieder zurück nach Hause führte, führte ihn nicht nur an unbekannte Orte, sondern auch hin zu seiner zerrissenen Seele und elementaren Fragen über Leben und Tod. Als Peart die Reise hinter sich gebracht hatte, war er wieder im Einklang mit sich selbst und lernte zudem kurz darauf seine zukünftige zweite Ehefrau Carrie Nuttall kennen, mit der er inzwischen eine zweijährige Tochter hat. Ein gleichermaßen ergreifendes wie inspirierendes Schicksal, das ferner in dem äußert empfehlenswerten Buch Ghost Rider: Travels on the Healing Road (bislang nicht auf dt. erschienen) eingehender geschildert wird.
Ach ja, und außerdem ist Peart der, nicht selten, ungewollte Hingucker bei Rush. Warum? Dazu gleich mehr.
Kommen wir stattdessen zum Konzert, welches am Sonntag, den 29.05.2011 in der Frankfurter Festhalle stattfand. Passenderweise strahlt dabei der Kuppelbau dank der barocken Ausrichtung und nicht zuletzt aufgrund der schweren, geschwungenen Stahlpfeiler vorab schon ein gewisses Steampunk-Flair aus, das wunderbar zu den bereits aufgestellten Verstärkern aus dem Hause Hughes & Kettner harmonierte, die dank der geschwungenen Füße, der hölzernen Korpora, klassischer Schalt- und Anzeigeelemente und nicht zuletzt der angebrachten (und funktionstüchtigen) Dampfpfeifen (!) schon ein Augenschmaus für sich waren. Wäre da nicht die gewaltige Bühne gewesen, die neben einer riesigen Leinwand außerdem aus einer beeindruckenden, entfernt an eine Spinne erinnernde Lichtanlage bestand, die für offene Münder sorgte – und Großes versprach.
Mit etwas Verspätung ging es schließlich um ca. 18.40 Uhr los; wurde es dunkel in der Festhalle und der Puls stieg an. Wie immer eröffnete ein kleiner, aber höchst origineller Kurzfilm das Konzert, in dessen Mittelpunkt die Kunden des fiktiven Gershon’s Haus of Sausage standen, dargestellt von Geddy Lee, Neil Peart und Alex Lifeson, der sich nicht zu schade war, in einen Fettanzug zu schlüpfen um die Rolle des umtriebigen Erfinders Herr Slobovitz in die Tat umzusetzen. Die naive junge Kellnerin mit dem Oberlippenbart wurde außerdem von Lees Tochter Kyla dargestellt. Unter den Augen der Anwesenden präsentierte Slobovitz seinen revolutionären „Gefilter“, der imstande war, selbst aus der talentfreiesten Kapelle musikalische Genies zu machen – und prompt an den Polkaboys ausprobiert wurde, die im Würstchenhaus gerade ihren mehr oder weniger gelungenen Auftritt hatten. Nahtlos ging es daraufhin über in „The Spirit of Radio“, diesmal performt von den wahren Rush, die mit stürmischem Beifall begrüßt wurden. Ein grandioser Opener, der stets von neuem zu begeistern weiß. Mit „Time stand still“ folgte einer der besten Songs aus der bereits erwähnten Synthie-Phase, wobei Aimee Manns Backgroundgesang verständlicherweise vom Band kam. Ein toller Song, der übrigens von einer gewissen Nelly Furtado vor kurzem brutal misshandelt wurde und sicherlich einen der vordersten Plätze bei den schlechtesten Coverversionen aller Zeiten belegt. Mit „Presto“ blieb man vorläufig in den 80ern, ehe es mit „Stick it out“ aus dem Jahre 1993 wieder wunderbar heavy und knackig wurde. Ein fabelhafter Reißer, welcher von einem mehr als prägnanten Leitriff dominiert wird. Mit „Working them Angels“ ging es weiter ins Jahr 2007. Begleitet von Schwarzweißaufnahmen, die ausnahmslos Menschen mit Engelsflügeln zeigen (überwiegend in gefährlichen Situationen) unterstützten diese Motive den Inhalt des Songs, der über die persönlichen Schutzengel sinniert, einfach grandios. Was nun folgte, dürfte wohl so manchen Nachwuchsmusiker ins Grübeln gebracht haben, hob doch jeder der drei Kanadier bei dem Instrumental „Leave that Thing alone“ (erneut aus dem Jahre 1993) seinen musikalischen Ausnahmestatus hervor, wobei besonders Geddy Lees filigran-virtuoses Bassspiel am dominantesten war. Spätestens jetzt war wohl auch dem Letzten der gut 11.000 Zuschauer klar, warum der Mann zu den Besten seiner Zunft gehört. „Faithless“ führte erneut in die Gegenwart und präsentierte zudem ein wunderbares Video, das einen orientierungslosen Menschen zeigte, der sich auf Schmetterlingsflügeln auf eine ganz besondere, persönliche Reise begibt. Mit "BU2B" („Born to Believe“) präsentierten Rush einen Ausblick auf das demnächst erscheinende, neue Studioalbum „Clockwork Angels“, das unverbraucht, modern, originell und erstaunlich hart über die Menge hinwegfegte. Man kann sich demnach wohl auf die Platte freuen! Danach ging es mit einem Klassiker weiter; einem Song, der eigentlich auf keinem Rush-Konzert fehlen darf: „Freewill.“ Kaum zu glauben, das jenes Werk, das über die Entscheidungsfreiheit jedes Einzelnen sinnt, schon mehr als dreißig Jahre alt sein soll! „Marathon“ ist dagegen „nur“ fünfundzwanzig Lenze alt – und spaltete die Fans in zwei Lager. Die einen lieben das Lied, die anderen nicht. Tja, selbst Rush können es nicht immer allen recht machen – aber sie können die Scharte wieder auswetzen, und zwar mit „Subdivisions“ aus dem Jahre 1982, einem weiteren Klassiker, der die Ausgrenzung unter Jugendlichen kommentiert und dadurch noch genauso aktuell ist wie zu jener Zeit, als er geschrieben wurde. Dazu passend: die frustiert-trostlosen Eindrücke eines als Eigenbrötler gebrandmarkten Jugendlichen auf der Leinwand.
Und dann war erst mal Pause angesagt. Ein gleichermaßen wohlverdiente wie auch dringend notwenige Unterbrechung, wie man eingestehen muss – sowohl für Musiker und Publikum. Dabei durfte besonders die letztgenannte Gruppe am eigenen Leibe erfahren, was der wohl mit Abstand eklatanteste Nachteil der Festhalle ist: die fehlende Durchlüftung. Kratzten die Temperaturen an diesem wolkenlosen Sonntag schon draußen an der 30°-Marke, so wurden im Innern des Gebäudes noch mal ein paar gehörige Schippen dazugelegt. Die Folge war eine spürbare Dehydrierung, die bei einigen sogar in Kreislaufzusammenbrüchen mündete! In dieser Hinsicht kann es dafür wohl nur eine Note geben. Frankfurt Festhalle – Setzen, Sechs. Schon ärgerlich.
Nach (hoffentlich) ausreichender Flüssigkeitszufuhr ging es circa 25 Minuten später weiter; schließlich hatten Rush der Meute ein Versprechen gegeben, welches es einzulösen galt. Dies hörte auf den Titel „Moving Pictures“, dem wohl erfolgreichsten, einflussreichsten und herausragendsten Werk innerhalb der Band-Studiographie. Ein unangefochtenes und zeitloses Meisterwerk, das ungeschminkt zu den besten Rock-Alben aller Zeiten zählt und hier und jetzt in voller Länge dargeboten werden sollte.
Doch zuvor meldete sich unser neuer, leicht übergewichtiger „Freund“ Slobovitz (der nun auf den Namen Ray Daniels hörte) mitsamt seinem Gefilter zu Wort, bevor es nahtlos zu „Tom Sawyer“ überging, einem Werk, dem man die dreißig Jahre beim besten Willen nicht anzuhören vermag. Vor Kraft nur so strotzend, druckvoll, mächtig. Besser konnte es gar nicht werden … oder doch?
„Red Barchetta“, die grandiose Ode an das gleichnamige Fahrzeug und die Jugend von einst, das Instrumental „YYZ“ und „Limelight“ bewiesen das Gegenteil. Mit Spielfreude und einer gehörigen Portion Augenzwinkern schraubte sich der Dreier in Höhen empor, die eigentlich nur der kommerziellen Luftfahrt vorenthalten sind. Nach „The Camera Eye“ folgte schließlich mit „Witch Hunt“ ein weiterer von vielen Höhepunkten. Düstere, ins disharmonische ausufernde Glockenklänge, untermalt von den Schreien eines erzürnten Mobs und gefräßigen Feuerzungen, denen ein bärenstarkes, aggressives Powerriff folgte, vervollständigt durch ein paar der besten Lyrics, die jemals geschrieben wurden, bezieht sich doch ebenjene „Hexenjagd“ nur oberflächlich mit den grausigen Geschehnissen in und um Salem. Vielmehr transportiert der Song die Hysterie und Homophobie von einst in die Neuzeit und beweist, dass sich seit dem 17. Jahrhundert wahrlich nicht sehr viel verändert hat. Wow. Den Abschluss brachte dann das mit leichtem Reggae- und Elektronica-Einfluss versehene „Vital Signs“, ein ebenso faszinierendes wie rätselhaftes Werk. Mit dem darauf folgenden „Caravan“ gab es dann einen zweiten Ausblick gen „Clockwork Angels“ – samt tollem Video, das dank der unzähligen Dampfmaschinen, Flugkörper und retro-futuristischen Städteschluchten wie praktisch alle Einspieler ein absoluter Hingucker war und den Stemapunk-Geist der aktuellen Tour bestens und beeindruckend unterstrich.
Und dann schlug die Stunde des bereit eingangs erwähnten Neil Peart. Wem es bis dato gelungen war, seine Augen von ihm fernzuhalten, der kam nun nicht drum herum, den wohl zweifellos besten und originellsten Schlagzeuger im Rockgeschäft eingehender unter die Lupe zu nehmen. „Love 4 Sale“ lautete die Eigenkomposition und stellte ein Drumsolo dar, das im Grunde schon die Hälfte des Eintrittspreises wert war – mindestens. Mal unglaublich schnell, dann wieder verspielt, bevor es virtuos-schnörkelig wurde … nicht wenige mussten angesichts dieser unglaublichen Leistung einfach nur sprachlos mit dem Kopf schütteln. Verständlich bei dem Tempo und der Verspieltheit, die Peart damit endgültig und unwiderlegbar unter Beweis stellte, komplettiert durch elektrische Spielereien und letztlich in kraftvollem Swing endend. Unfassbar, in welcher Kondition dieser Mann ist – mit fast 60 Lebensjahren!
Danach ließen es Rush verständlicherweise etwas langsamer angehen, aber keinesfalls schlechter. „Closer to the Heart“ ist ein weiterer Klassiker, der aus unzähligen Kehlen teils mitgesungen, teils mitgegröhlt wurde. Auch bei der Zusammenführung der „2112 Overture“ und „The Temples of Syrinx“ war das Publikum gefordert und enttäuschte nicht. Den Abschluss des zweiten Sets bildete schließlich „Far Cry“ aus dem aktuellen Album.
Wer nun jedoch glaubte, dass damit das Konzert zu Ende war, der lag falsch. Als Zugabe gab’s außerdem das komplexe und brillante Instrumental „La Villa Strangiato“, welches erneut von der tollen Masse lautstark mitgesungen wurde, bevor mit dem ältesten Stück an diesem Abend, „Working Man“ aus dem Jahre 1974 endgültig das Ende eines über drei Stunden langen Konzertabends eingeläutet wurde. Na ja, beinahe. Denn wenn es schon zwei Eröffnungsfilmchen zu sehen gab, dann durfte ein visueller „Rausschmeißer“ selbstverständlich nicht fehlen. Und für dieses Outro gab’s zudem prominente Unterstützung in Form von Paul Rudd (man kennt ihn unter anderem aus „Beim ersten Mal“) und Jason Segel („How I met your Mother“), die ihre Rollen aus „Trauzeuge gesucht!“ wiederholten und ihre Rush-affinen Alter Egos in die Umkleide ihrer Helden (der besagten „Heiligen Dreifaltigkeit“) schmuggeln, wo sie von ihren Idolen höchstpersönlich zusammengestaucht werden, letztlich aber dennoch ihr ganz persönliches Happy End erleben.
Tja, und dann wurde es wieder hell in der Festhalle, hieß es Abschied nehmen. Und überall wo man hin sah, gab es eigentlich nur rundum zufriedene Gesichter, wenngleich der manchmal doch ein wenig zu pampige Soundmix, die vorherrschende Hitze in der Halle und nicht zuletzt die arg hohen Shirtpreise durchaus zu kritisieren wären, doch im Falle einer solch überwältigenden, perfekten Show sprechen wir hier von Jammern auf extrem hohen Niveau. Die Legende kam, sie spielte sich den Allerwertesten ab und überzeugte auf ganzer Linie. Vielen Dank für ein unvergessliches Konzertereignis!

Setlist:

„The Spirit of Radio“
„Time Stand Still“
„Presto“
„Stick It Out“
„Workin' Them Angels“
„Leave That Thing Alone“
„Faithless”
“BU2B”
“Freewill”
“Marathon”
“Subdivisions”

Pause

„Tom Sawyer“
“Red Barchetta”
“YYZ”
„Limelight“
„The Camera Eye”
“Witch Hunt”
“Vital Signs”
“Caravan”
“Love 4 Sale” (Drum Solo)
“Closer to the Heart”
„2112 Overture / The Temples of Syrinx”
“Far Cry”

Zugabe:

“La Villa Strangiato”
“Working Man“


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