Scheib's Shit

Das Leben. Das Schreiben. Oder so.

Saturday, June 27, 2009

Schätze aus dem Nachtprogramm, Teil 16

Heute: Statt der Schachtel Pralinen lieber 'ne Knarre - Coldblooded (1995)



Wie schon so oft versprochen, gibt es langer Zeit endlich wieder Futter für all jene, die auf einen neuen Schatz aus dem Nachtprogramm gewartet haben. Doch was ist das? Wer ist dieser Typ mit dem Ballermann? Das ist doch wohl nicht dieser Knilch aus dieser beschissenen Teenie-Serie aus den 90ern, oder?

Doch, das isser. Er heißt übrigens Jason Priestley, falls es jemanden interessiert. Und, nein, einen Oscar wird dieser Mann wohl kaum in seinem Leben gewinnen. Zumindest nicht durch Produktionen wie der TV-Version von den Triffids oder Filmen wie "Chicks with Sticks", "Calendar Girl" oder eben jener Serie von damals namens "Beverly Hills, 90210." Was aber nicht zu bedeuten hat, das Mr. Priestley größtenteils in schlechten Machwerken mitgewirkt hat. Seine Bio auf ImdB weist auf einige wirklich bemerkenswerte Arbeiten hin (kein Scheiß!), wobei "Coldblooded" meiner Meinung seine vielleicht beste ist.

Priestley spielt in "Coldblooded" den sanftmütigen und, sagen wir mal, etwas naiven Cosmo Reif, der durchaus als Forrest Gumps kleiner Bruder oder Cousin dritten Grades durchgehen könnte, wenn er denn einen hätte und wenn dieser statt in der Abfallentsorgung im Buchmachergewerbe gelandet wäre. Denn dieser Arbeit geht Cosmo nach; tagein, tagaus. In einem kleinen Zimmer, dessen Einrichtung aus einem Tisch, ´ner Glotze und dem Telefon besteht, nimmt Cosmo Wetten jeglicher Art an, ehe er den Feierabend in seiner Bude verbringt, die sich im Keller eines Altenheims befindet und sicher relativ preisgünstig zu sein scheint. Eine feste Freundin nennt Cosmo leider nicht sein eigen, aber immerhin lässt sich Honey (Janeane Garofalo) von Zeit zu Zeit mal im Keller blicken, nachdem sie den Senioren für zwanzig Dollar das Rohr geschrubbt oder ähnliche Wünsche erfüllt hat (für alle, die es nicht verstanden haben: sie ist eine Prostituierte). Besser wie gar nix, oder? Im Großen und Ganzen kann man bei Cosmo sicherlich von einem reichlich überschaubaren Leben sprechen.

Und eben dieses wird gehörig durcheinander gewirbelt, als Cosmo plötzlich eine Einladung zu seinem Brötchengeber erhält, der - welch Wunder! - direkt mit dem organisierten Verbrechen verbunden ist! Da neue Zeiten angebrochen sind und es damit auch an der Zeit ist, etwas frischen Wind in die Firmenstruktur zu bringen, soll Cosmo zum Profikiller ausgebildet werden - unter der Obhut des erfahrenen Hitman Steve (Peter Riegert), der anfangs sicher nicht besonders viel von seinem beschränkten Schützling erwartet, dann aber das wohl größte blaue Wunder seines Lebens erleben darf. Denn Cosmo ist treffsicher wie Harry Calahan. Und das ganze Blut und die Schreie scheinen auch spurlos an ihm vorbeizugehen. Denkt Steve zuindest, der schon jahrelang von seinen Opfern im Schlafe heimgesucht wird, dafür aber bereits ein sehr adequates und sehr hochprozentiges Gegenmittel gefunden hat. Cosmo verzichtet auf Fusel. Stattdessen besucht er eine Yoga-Klasse - und erfährt mehr innere Reinigung als jeder Patient nach durchstandender Darmspülung. Zudem ist seine Yoga-Lehrerin Jasmine eine wirklich ganz Niedliche, wenngleich ihr Freund ein Riesen-Arschloch ist. Aber als sie eines Tages Cosmo heulend am Straßenrand vor dem Yoga-Studio auffindet, beginnen die ersten zarten Knospen der Liebe langsam aufzugehen ...
Das Cosmo ihr nichts von seinem Job erzählt, dürfte angesichts seines sicherlich im zweistelligen Bereich liegenden IQ's nicht unbedingt selbstverständlich sein. Trotzdem tut er es nicht. Was - wie könnte es anders sein - sich zu einem echten Problem entwickelt. Wie auch die Sache mit der nicht vorhandenen Ausstiegsklausel. Oder seinem neuesten Auftrag: Steve zu töten ...

Bereits nach den ersten Szenen wird klar, das Regisseur Wallace Wolodarsky einen kleinen Streifen namens "Pulp Fiction" sicherlich SEHR intensiv gesehen hat, denn wie so viele Filme aus jener Zeit ist auch "Coldblooded" im Fahrwasser von Tarantinos kultigem Meisterwerk entstanden. Doch glücklicherweise - und, leider, wie so WENIGE Filme aus jener Zeit, die im Fahrwasser von besagtem Meisterwerk entstanden sind - kopiert Wolodarsky nicht bloß, sondern hat neben einer wirklich guten, handwerklich einwandfrei vorgetragenen Story auch noch ein echt gutes Arsenal von Schauspielern aufgeboten, von denen kein einziger deplatziert oder völlig unglaubwürdig erscheint. Und wahrscheinlich WEIL seine Schauspielkünste relativ limitiert sind, nimmt man Herrn Priestley wohl auch so gut die Rolle des Cosmo ab. Wenn er mit seinem ersten Opfer über Wettschulden lamentiert, ein weiteres befragt, nach welchem Date der Zeitpunkt für Sex günstig ist, auf der Schießanlange gleichgültig ständig ins Schwarze feuert oder leicht verwirrt ob seines angeblichen neuen Auftrags ist, den Präsidenten abzuknallen - man kauft es ihm ab. Ähnlich wie man einem Jason Statham, der im Grunde ja auch fast immer nur die gleichen Charaktäre spielt, eine Rolle wie die des Chev Chelios ohne Wenn und Aber abnimmt: weil diese Rollen maßgeschneidert auf die jeweiligen Fähigkeiten des Mimen sind; nicht mehr und nicht weniger. Garniert wird "Coldblooded" zudem durch einen ziemlich schwarzen und zum Glück meistens auch zündenden schwarzen Humor. Schade nur, dass dieser Film noch immer so ein Mauerblümchen-Dasein fristet. Denn er ist wirklich gut, und eigentlich besser als die Masse jener tumben Filme, die auf den Kabelsendern zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens ausgestrahlt werden. Sollte er also mal wieder eben dort gezeigt werden - dann wisst ihr, was zu tun ist. Und lohnen tut es sich wirklich. Oder ihr legt euch gleich die leider bereits vergriffene DVD zu, welche die üblichen Verdächtigen (ob der Regisseur auch DIESEN Film gesehen hat?) meistens auf ihren Gebraucht-Seiten im Angebot haben. Und zum Schluss gibt es außerdem eine kurze Szene aus dem Streifen, welche ich bei youtube entdeckt habe:

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Thursday, May 28, 2009

Marburg-Con 2009

Schon zwei Mal hatte ich es mir vorgenommen - am vergangenen Samstag war es dann endlich soweit. "Auf nach Marburg!" lautete das Motto. Das bedeutete aber auch, möglichst früh und damit auch rechtzeitig aus den Startlöchern zu kommen, und in dieser Disziplin bin ich, zugegebenermaßen, nicht unbedingt der Beste. Trotzdem gelang es mir. Und nachdem ich mich einigermaßen vorzeigbar herausgeputzt hatte (ähm...) bestieg ich meine Karre um kurz vor 9.00 Uhr und durfte mich sogleich einer weiteren Premiere widmen: Stichwort Navigationsgerät. Nicht schlecht, die Dinger. Wie man es jedoch NICHT machen sollte, erkläre ich gleich ...
Eine nicht ganz so erfreuliche Überraschung dann an der Tanke meines Vertrauens: Der Liter Super € 1,31.- Aber was soll's. Und außerdem waren wir schon mal bei gaaanz anderen Preisen im vergangenen Jahr (auch wenn wir uns scheinbar wieder langsam, aber beunruhigend stetig den Rekordmarken annähern; den Krallen der Spekulanten sei Dank). Die Autobahn bzw. Schnellstraße war an diesem Morgen praktisch leer, und von daher machte nicht nur das Fahren sehr viel Spaß, sondern auch die Gewissheit, zügig voranzukommen ...
... zumindest bis es über den Rhein ging. Seit zwei Jahren wird dort an der E 50 herumgewerkelt, und auch wenn endlich so etwas wie ein Licht am Ende des Tunnels erkennbar ist, ist dieses konstante Geschleiche ganz schön nervtötend. Doch sollte dies erst der Anfang sein! Das Bundesland Hessen scheint entweder total miese Straßen zu haben oder einfach viel zu viel Geld auf der hohen Kante. So viele Baustellen wie an diesem Tage habe ich wohl noch nie zuvor auf einmal gesehen: An der Abfahrt vom Viernheimer Kreuz, auf der Höhe Lorsch, bei Darmstadt, kurz vor, mittendrin und kurz danach von Frankfurt ... Nichts desto trotz kam ich überraschend flott voran, und das Navi war bislang eigentlich auch nicht vonnöten gewesen (Kunststück - ich fuhr ja praktisch nur gerade aus). Nachdem ein Großteil des Baustellen-Infernos hinter mir lag, war erstmal Pipi-Pause angesagt. Die beste Raststätte mag ja mal vor nicht allzu langer Zeit in Hessen gelegen haben, doch war ich definitiv NICHT auf ihr gelandet. Dafür war mir das Miasma von diversen Körperausscheidungen im Herrenklo einfach zu streng und die allgemeinen Preise natürlich völlig überteuert. Selbst die Heimkehrer aus Hockenheim (Stichwort AC/DC) schienen dieser Meinung zu sein. Dafür wurde ich - und zwar nur ich! - gleich zwei Mal ganz herzlich von der Klofrau begrüßt. Kannte die mich etwa? Wohl eher nicht. Aber dafür kriegte sie natürlich ihre 50 Cent. Auf dem Rückweg zu meinem Auto erhaschte ich zudem einen Blick auf Wilfried Hary, dessen Verlag, Hary-Production, ja ebenfalls auf dem Con vertreten war, und dem es offenbar ganz dringend nach einer Tasse Kaffee gelüstete ... Lustigerweise kam er später, verließ aber den Rasthof früher als ich - ob das was über mich aussagt?
Egal - denn nun ging es in die letzte Etappe meiner Strecke. Und derentwegen klebte auch das Navi an meiner Frontscheibe. Dumm nur, wenn der Fahrer Lacuna Coil bzw. Judas Priest bzw. Heart bzw. die Guano Apes in voller Lautstärke aufgedreht hat, und der Appell, an der nächsten Ausfahrt doch abzubiegen, völlig untergeht, weil der Fahrer nix besseres zu tun hat, als eine unsichtbare Gitarre zu bearbeiten und den Chorus von "Barracuda" mitzugröhlen ...
Aber letztlich erreichte ich ja dann doch mein Ziel. Auf den ersten - und auch zweiten - Blick ist Marburg ein wirklich schönes Städtchen, dass die Balance zwischen urban und überschaubar gefunden zu haben scheint. Hübsche Fachwerkhäuser, das über allem thronende Schloss und Marktketten, von denen ich noch nie gehört habe, sie aber zu gerne in Augenschein genommen hätte (ist so ´ne Macke von mir - eine von vielen). Gegen dreiviertel Elf erreichte ich schließlich das Bürgerhaus in Wehrda - und damit auch den Con.
Logisch, mit der wesentlich größeren Bucon ist Marburg nicht zu vergleichen. Allerdings wird hier auch eher mit Überschaulichkeit und familiärer Atmosphäre gepunktet. Wer sich nicht an der Bar aufhielt (ich entdeckte dort umgehend Markus K. Korb und "Tentakelkrieger" Dirk van den Boom im emsigen Dialog miteinander), der durchforstete entweder das Antiquariat (was ich auch tat) oder die Verlagsstände (dito): Wurdack, Dark (K)nights, Blitz ... und natürlich blieb mein Geldbeutel nicht verschont, wenngleich es diesmal nur ein Buch (Wenn die Biiken brennen) war. Und wie schon im letzten Jahr auf der Bucon verpasste ich die einzelnen Programmpunkte weil ... ich ständig am Reden war! Charlotte Engmann, Michael Schmidt, Markus K. Korb, ShadowMan (und -frau) und Sar-Sargoth aus dem Horror-Forum, die Apokalyptischen Schreiber, Anke und Wolfgang Brandt vom Geisterspiegel ... allesamt sympathische Zeitgenossen, denen man gebannt lauscht, wenn sie aus dem Nähkästchen und kommende Projekte plaudern. Hach, wie schön ...
Und dann war es schließlich so weit - die Verleihung des Vincent Preis! Und ich sollte nicht leer ausgehen. Platz 7 in der Kategorie "beste deutschsprachige Horror-Kurzgeschichte" ... nicht schlecht. Und seeehr motivierend auf jeden Fall! ShadowMan aus dem Horrorforum hat die Verleihung übrigens auf Youtube ins Netz gestellt, wenngleich mein Genuschel, ähm ... alles andere als preiswürdig ist. Aber seht selbst:





Tja, und nach der Verleihung des Marburg-Awards (Glückwünsche an die Gewinner!) war's das auch schon - und leider - wieder. Gelohnt hat sich dieser Con defintiv. Spannende Themen, anregende Gespräche, nette Leute ... ich halte mich an Arnie: "I'll be back." Solltet ihr auch tun!

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Wednesday, May 27, 2009

Arbeit, Arbeit, Arbeit ...

Heute ist so einer dieser Tage, an denen ich froh wäre, wenn er wenigstens ein paar Stündchen mehr hätte. Erst beendete ich meine KG für die aktuelle Storyolympiade des Wurdack-Verlages, da erhielt ich eine längere Erzählung zum Korrigieren. Kein Horror, sondern ein Krimi diesmal. Und zu guter letzt wurde ein ziemlich cooles Anthologie-Projekt neu aufgenommen, zu dem ich ebenfalls eine Story beitragen möchte. Also noch mal durchlesen und ggff. umschreiben. Puh ... Und dabei wollte ich heute doch mal meine Eindrücke vom Marburg-Con schildern, dem ich vergangenen Samstag beigewohnt hatte. Mal sehen - vielleicht klappt es ja morgen.
Und noch was: Auf Fantasyguide.de stellt meine Story "Himmlische Gesänge" die Kurzgeschichte des Monats Juni dar. Nehmt euch doch bitte die Zeit. Und schreibt mir, ob bzw. wie sie euch gefallen hat.

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Thursday, May 21, 2009

"V" - Remake

Die nicht enden wollende Remake-Welle hat nun also auch die Glotze erfasst ... was abzusehen war. Andererseits spricht aber nichts dagegen, einer zwar noch immer sehr guten, allerdings doch größtenteils arg eingestaubt wirkenden Serie wie "V" einen neuen Anstrich zu verpassen - wenn's denn richtig gemacht wird. Zur Erinnerung bzw. für all jene, die mit der Serie so rein gar nix anfangen können, eine rasche Einführung: "V" handelt von Außerirdischen, deren gigantische Raumschiffe unvermittelt über den Haupt- und Großstädten des Planeten auftauchen und deren Ankunft angeblich rein friedlicher Natur sei. Angeblich. Denn wie sich schon sehr bald herausstellt, sind die menschenähnlichen Aliens gar nicht mal so menschenähnlich und anstelle von universeller Harmonie geht's nur um unser wertvolles Wasser. Ach, und natürlich um eine großangelegte Vorratskammer. In Form von tiefgefrorenen Menschen, versteht sich. Und wie so oft in der Science-Fiction, stellt(e) "V" ebenfalls eine Allegorie dar - diesmal in Form der Frage, was wohl geschehen wäre, wenn die Nazis aus dem All gekommen wären und Echsen ausgesehen hätten. Das Resultat war eine der coolsten Miniserien meiner Jugend, gefolgt von der - aus kindlicher Sicht zumindest - nicht minder coolen TV-Serie. Und wer sich gleich die Preview reinzieht und dabei ein Roland Emmerichs "Independent Day" denken muss, den bitte ich folgendes zu bedenken: "V" war erstmals 1985, "ID" gute elf Jahre später. Wer hat also von wem geklaut ...?
Jedenfalls sieht der Teaser nicht schlecht aus und lässt hoffen. Und falls die Macher die Neuauflage von "Battlestar Galactica" kennen sollten (was ich vermute), so sollten ihnen hoffentlich bewusst sein, wie man aus etwas Altem etwas völlig Neues und Gutes zaubern kann. Ach ja, und ein paar bekannte Gesichter gibt es auch noch: Morena Baccarin als Alien-Anführerin Anna (aber diese Kurzhaarfrisur ...), der ebenfalls dank "Firefly" Scifi-erprobte und geniale Alan Tudyk, Joel Gretsch aus "4400" und Elizabeth Mitchell aus "Lost (und zudem die hinterfotzige Kinderschänderin Edele aus "Running Scared").



Und so sah übrigens das Intro der Original-Serie aus:



Und diese ganz besondere Szene jagte mir als Dreikäsehoch eine SCHEISSANGST ein:

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Saturday, May 16, 2009

Iron Sky

Nicht nur Quentin Tarantino, sondern auch der Finne Timo Vuorensola, der mit seiner Star Trek-Parodie Star Wreck in den Fokus der Öffentlichkeit geraten ist, hat die guten alten Nazis (ähm ...) als zuverlässige Baddies entdeckt. Einerseits sollte man bei der x-ten Variante von "Böse Deutsche mit rollendem "R" wollen im Stechschritt die Welt erobern" aufseufzen, die Augen verdrehen und sich fragen, wann den Filmemachern endlich mal wieder etwas Neues einfallen wird. Andererseits sind Nazis als Böse Jungs einfach zuverlässig, was die Qualität der Schurken anbelangt. Jedenfalls verfolge ich schon seit längerer Zeit die Entwicklung von Vuorensolas Projekt "Iron Sky", das langsam aber sicher konkrete Züge anzunehmen beginnt und nach einem höchst vielversprechenden Streifen aussieht! Worum es darin geht? Ganz einfach - 1945 baut das Deutsche Reich dank unglaublicher Durchbrüche im Bereich der Antigravitationsforschung seine ersten Raumschiffe und errichtet auf der dunklen Seite des Mondes ihre Basis "Schwarze Sonne." Mehr als achtzig Jahre später - genauer gesagt 2018 - haben arischen Mondbewohner allerdings genug von ihrem Eremitendasein und brechen auf, die Erde endgültig zu erobern ...
Der nachfolgende Trailer lässt auf ein wunderbares, hübsch pulpiges Abenteuer schließen und ist mit Götz Otto, Udo Kier, Tilo Prückner und Julia Dietze zudem auch noch relativ prominent besetzt. Aber schaut selbst:



Wer mehr wissen möchte, dem sei die offizielle und sehr gut aufgemachte Seite http://www.ironsky.net/ ans Herz gelegt bzw. Stefan T. Pinternagels Roman "Und morgen der ganze Weltenraum", der sich mit der gleichen Thematik auseinander setzt.

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Saturday, May 02, 2009

XUN 21 ist erschienen!


Mittlerweile ist das XUN-Magazin - nach seinem Relaunch vor knapp vier Jahren - wieder zu einer festen Größe unter den hiesigen Fanzines geworden. Und das zu Recht! Tolle Beiträge, Stories, Zeichnungen und nicht zuletzt der Umfang von mittlerweile 80 Seiten sprechen imho eine sehr deutliche Sprache. In der aktuellen Ausgabe bin nun auch ich (wieder mal) vertreten. Allerdings nur als Rezensent. Diesmal nehme ich mir den Roman zum Film The Dark Knight vor und den Star Wars-Roman Die Macht des Todessterns.

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Leseliste April 2009

Bücher:

Timothy Zahn - Terminator Salvation: From the Ashes (Prequel zu T4)

Jack Ketchum - Offspring

Andrew Davidson - Gargoyle

Tobias Bachmann - Dagons Erben

Charlie Huston - Half the Blood of Brooklyn

Brian Keene - Unhappy Endings

Edward Lee - The Golem


CD's:

Lacuna Coil - Shallow Life

Static-X - Cult of Static

Ektomorf - What doesn't kill me ...

Filme:

Crank 2 (USA 2009, Regie: Neveldine/Taylor)

Jack Ketchum's Red (USA 2008, Regie: Trygve Allister Diesen/Lucky McKee)

New York für Anfänger (USA 2008, Regie: Robert B. Weide)

Ananas Express (USA 2008, Regie: David Gordon Green)

Eden Lake (GB 2008, Regie: James Watkins)

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Sunday, April 26, 2009

Gesehen: Crank 2: High Voltage

Leser meines Blogs (so viele dürften es ja wohl nicht sein) können sich vielleicht noch an mein Posting vom 20. Dezember 2007 erinnern, als in meinem alljährlich zelebrierten Best-Of unter der Rubrik "Filme" auch ein gewisser Streifen namens "Crank" auftauchte. Und auch nachdem ich den Film unlängst wieder in den Schacht meines DVD-Players schmiss und bewundern konnte, wie Jason Statham 83 Minuten lang derbe auf die Kacke haut, gibt es noch immer nichts an dieser Meinung zu ändern. Crank ist und bleibt ein höllisch guter Ritt; sinnfrei aber so dermaßen rasant und asozial dahingerotzt, dass es eine wahre Freude ist. Die Ankündigung einer Fortsetzung hätte demzufolge eigentlich keine Überraschung sein müssen, war es aber dennoch, da Chev Chelios - die Protagonisten-Rampensau des ersten Streifens - im Finale des Films aus ein paar Hundert Metern über der Skyline von L.A. aus einem Hubschrauber springt (selbstverständlich ohne Fallschirm) und äußerst unsanft am Boden ankommt. Oder anders ausgedrückt: Held tot, Klappe zu. Oder ...? Wäre da nicht dieses eine kurze Blinzeln direkt vorm Abspann gewesen, dass mich schon beim erstmaligen Betrachten zu der - zugegebenermaßen reichlich waghalsigen - Aussage verleiten ließ, dass dies nicht die letzte Einstellung war, die wir in diesem Leben von Chev Chelios zu sehen bekamen.
Und, siehe da, ich hatte Recht. Mehr noch: Crank 2 beginnt, wo der Vorgänger aufgehört hat und so werden ohne großes Vorgeplänkel gleich mal Chev Chelios' (angeblich)sterblichen Überreste buchstäblich von der Straße aufgekratzt und in ein völlig abgefucktes OP-Zimmer gebracht, wo Dinge wie Hygiene, Sterilisation oder meinetwegen auch medizinische Kenntnisse eher Randnotizen darzustellen scheinen. Jedenfalls soll Chelios "geerntet" werden; sprich: hübsch in der Reihenfolge jedes einzelne Organ entnehmen und an den Meistbietenden weiterverscherbeln (eine Methode, für die sich unsere Gesundkeitsministerin sicherlich brennend interessieren würde, oder?). Chevs Herz ist dabei schon vergeben, und zwar den steinalten Triadenboss Poon Dong. Als es jedoch an die Kronjuwelen und den Kerzenleuchter höchstselbst geht, hat Chev endgültig die Schnauze voll und beschließt, seinen Krankenhausaufenthalt abrupt und eigenmächtig zu beenden. Logisch, dass da der eine oder andere Triade auf der Strecke bleiben muss (oder dessen Enddarm irreparable Schäden davonträgt). Und es kommt noch besser. Denn Chevs Körper wird durch ein künstliches Herz in Schuss gehalten. Und dieses dank einer externen Batterie. Und die geht schon sehr bald über den Jordan. Und für Chev Chelios kristallisiert sich eine Ausgangslage heraus, die er, ganz ähnlich zumindest, schon mal hat durchziehen müssen: Strom finden, bevor die falsche Pumpe endgültig den Geist aufgibt - und vielleicht auch noch nach dem eigenen Herzen suchen, wenn man schon dabei ist ...
Anforderungen an eine Fortsetzung? Ganz einfach: Höher, schneller, weiter. Wenn nicht, dann bitte sein lassen. Das Regieduo Mark Neveldine und Brian Taylor hätte sich also ganz leicht und ziemlich heftig die Finger verbrennen können, tut es aber nicht. Crank 2 ist stellenweise noch schneller, noch irrer und definitiv noch durchgeknallter als sein genialer Vorgänger. Hier herrschen Anarchie, völlig überzogene Gewalt und ein dermaßen rabenschwarzer Humor, dass so manchem Spießgesellen spätestens nach fünf Minuten das Lachen im Halse stecken bleibt. Logik kann und will ich bei einem Film dieser Machart nicht hinterfragen, denn hier geht es einzig und allein um temporeiche Unterhaltung und die kriegt man auf einem Silbertablett präsentiert. Erneut zelebrieren Neveldine/Taylor den Wahnsinn im Sekundentakt und stellenweise mit der Geschwindigkeit eines Michael-Bay-Die-Welt-geht-unter-und-zwar-in-hübsch-schnellen-Videoclip-Schnitten-Films, der gerade mit 16-facher Geschwindigkeit vorgespult wird. Erstaunlicherweise überkommen den geneigten Zuschauer dabei aber weder a) heftige Kopfschmerzen, b) das Enleeren von Blase und Darm oder c) epileptische Anfälle in seiner schlimmsten Form. So ähnlich hätte es wohl auch Marc Forster gerne gehabt, als er im vergangenen Jahr die Schnittorgie Ein Quantum Trost auf die ahnungslose Bond-Community losgelassen hatte (zur Erinnerung: bereits nach vier Minuten dröhnte mir die Birne und ich raffte nur noch die Hälfte. Allerdings kommt er Film auf der Heimkinoanlage überraschend gut). Hier jedoch passt alles und zudem gelingt den beiden Regisseuren das Kunststück, auch mal mit dem Fuß vom Gas runtergehen zu können, ohne dabei Leerlauf zu erzeugen; im Gegenteil! Das Jason Statham für diesen Film geboren wurde (allerdings leider nicht für alle Filme, die er in letzter Zeit so heruntergekurbelt hat) erübrigt sich. Ihm zur Seite stehen außerdem seine Freundin, (Amy Smart, die sich hier GÄNZLICH anders präsentiert als im Vorgänger), sein notgeiler Arzt, ein noch notgeilerer Triadenboss, eine noch viel notgeilere Asiabraut (Ling Bai, die sich wohl kaum großartig dafür verstellen musste), der Bruder eines im Vorgänger erschossenen Transvestiten mit GKT (fragt nicht nach der Bedeutung der Abkürzung, dass muss man GESEHEN haben)und noch ein Bruder (von zweien im Vorgänger erschossenen Latinos) - um nur einige zu nennen. Hübsch ergänzt wird dieser teuflische hochprozentige Cocktail außerdem durch jede Menge wilder Einstellungen, völlig kranker Ideen, und richtig coolen Cameo-Auftritten (u.a. von David "Kill Bill" Carradine, Linkin Park-Fronter Chester Bennington und die Porno-Größen Lexington Steel und Ron Jeremy um nur einige zu nennen) und machen Crank 2 zu einer in allen Belangen mehr als nur überzeugenden Fortsetzung und - für mich zumindest - zu einem absoluten Highlight dieses Filmjahres. Auch wenn es diverse Moralapostel, "Filmexperten" oder wer auch immer anders sehen mögen.

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